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Artikel-Schlagworte: „Migranten“

Migranten

Migranten sind eine Chance für unser Land

Lange Zeit hat die Politik das Thema Integration halbherzig behandelt.
Wir müssen Sorge dafür tragen, dass unsere Mitmenschen eine bessere Ausbildung erhalten und Teil unserer Gesellschaft werden.

Ein Selbstläufer ist der Integrationsprozess wahrlich nicht. Je nach Alter kommen viele Möglichkeiten in Frage, diesen Prozess zu unterstützen.

Frühkindliche Betreuung im Kindergarten erleichtert den Weg in die Schule, deswegen stehe ich für Kindergartenpflicht auch für Migrantenkinder.

Später sollten die Schulkinder neben einer erweiterten Förderung der deutschen Sprache auch eine spezielle Förderung ihrer Mehrsprachlichkeit erhalten. Das Beherrschen mehrerer Sprachen kann als großer Gewinn bezüglich ihrer Kommunikationsmöglichkeiten, vor allem im Berufsleben betrachtet werden. Im Zeitalter der Globalisierung und der europäischen Union kann Deutschland dieses schon vorhandene Potenzial nicht vergeuden bzw. sich dieses klein reden lassen.

Verbunden mit der Förderung der Kinder im (vor-) schulischen Alter müssen wir die sprachliche Bildung der Eltern allgemein und der Mütter im Besonderen fördern, denn letztere spielen bei der Betreuung der Kindern in der Familie eine entscheidende Rolle.

Um den Jugendlichen entgegenzukommen muss auch außerhalb des schulischen Alltags Freizeitbeschäftigung garantiert werden. Hier könnten Sport- und Jugendvereine eine Rolle der Verständigung zwischen deutschen und ausländischen Jugendlichen übernehmen, was von der öffentlichen Hand in noch viel stärkerem Maße unterstützt werden muss.

Besonders in den Ganztagesschulen könnten hier die Vereine mitwirken, auch um weiterhin ihrer Rolle in der Freizeitgestaltung von Kindern und Jugendlichen gerecht werden zu können.

Die Migration ist jedoch ein Prozess, der die eigene Identität nicht ausradiert. Wir dürfen keine Assimilation der Ausländer erwarten, sonst haben wir Menschen, die nirgendwo hingehören, Menschen ohne Wurzeln und eigene Persönlichkeit. Auch wenn Migranten eine unverkennbare Beachtung der deutschen Werte zeigen müssen, kann es keine Leitkultur geben, allein schon aufgrund der Dynamik, die eine plurale multikulturelle Gesellschaft mit sich bringt.

Wer Leitkultur predigt, grenzt sich nur ab und zeigt von oben herab auf die anderen. So kann kein Integrationsprozess stattfinden. Ein Miteinander und nicht ein Nebeneinander muss unser Weg sein. Erst wenn die Gesellschaft sich öffnet und die Ängste vor dem “Anderen” minimiert, kann sich ein Immigrant akzeptiert und erwünscht fühlen, gleichzeitig wird die Gefahr, dass manche Immigranten sich radikaleren Strömungen zuwenden, deutlich geringer.

Dann haben wir ein friedliches Miteinander erreicht und können das wertvolle Potenzial der vielen Migranten ausschöpfen und aus ihnen Leistungsträger für unsere Gesellschaft machen. Dies ist eine wichtige Voraussetzung dafür, auch rechtsextremen Gedankengut entgegenzutreten.

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